🏡 Maklerprovision: Wer zahlt was? Die wichtigsten Fakten zum geteilten Courtage-Prinzip

Petra Rommel

November 24, 2025

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Die Maklerprovision (oder auch Courtage) ist ein zentrales Thema beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie. Seit der GesetzesĂ€nderung im Jahr 2020 gilt in Deutschland fĂŒr den Verkauf von Wohnungen und EinfamilienhĂ€usern das Prinzip der hĂ€lftigen Teilung. Aber was bedeutet das genau und welche Regeln gelten?

⚖ Das Prinzip der hĂ€lftigen Teilung – Seit 2020 Standard

Das „Gesetz ĂŒber die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von KaufvertrĂ€gen ĂŒber Wohnungen und EinfamilienhĂ€user“ regelt seit dem 23. Dezember 2020, wie die Provision zwischen KĂ€ufer und VerkĂ€ufer aufgeteilt wird.

Die Kernaussagen des Gesetzes:

  1. Immer 50/50: Der KĂ€ufer darf zu nicht mehr Kosten herangezogen werden als der VerkĂ€ufer. Zahlen beide Parteien Provision, mĂŒssen sie diese in gleichen Teilen tragen.
  2. Kein AbwĂ€lzen: Der VerkĂ€ufer kann die Provision nicht mehr vollstĂ€ndig dem KĂ€ufer aufbĂŒrden, selbst wenn er den Makler beauftragt hat.
  3. Nachweispflicht: Die Zahlung des VerkÀufers muss nachgewiesen werden, bevor der KÀufer zur Zahlung verpflichtet ist. Der KÀufer muss seine Provision erst zahlen, nachdem der VerkÀufer seinen Anteil gezahlt oder die Zahlung zugesichert hat.

💡 Wichtig: Geltungsbereich

Dieses Gesetz gilt nur fĂŒr den Kauf und Verkauf von EinfamilienhĂ€usern und Eigentumswohnungen, wenn der KĂ€ufer ein Verbraucher ist.

  • Ausnahmen: Bei GrundstĂŒcken, MehrfamilienhĂ€usern oder Gewerbeimmobilien kann die Courtage weiterhin frei verhandelt werden. Hier ist oft noch die komplette Übernahme durch eine Partei möglich.

💰 Wie hoch ist die Maklerprovision?

Die Höhe der Provision ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern wird zwischen dem Makler und den Auftraggebern frei verhandelt. Sie ist in der Regel ein Prozentsatz des beurkundeten Kaufpreises.

  • Die Provision variiert je nach Bundesland und liegt meistens zwischen 5,95 % und 7,14 % des Kaufpreises (inkl. 19 % Mehrwertsteuer).
  • Bei hĂ€lftiger Teilung zahlt dann jede Partei die HĂ€lfte dieses Satzes (z. B. 3,57 % KĂ€ufer und 3,57 % VerkĂ€ufer).

đŸ˜ïž Maklerprovision bei Vermietung

Die Regelungen fĂŒr die Vermietung sind komplett anders und im Bestellerprinzip festgelegt:

  • Wer bestellt, der zahlt: Beauftragt der Vermieter den Makler, muss er diesen auch bezahlen. Die Kosten dĂŒrfen dem Mieter nicht auferlegt werden.
  • Ausnahme: Nur wenn der Mieter selbst den Makler exklusiv beauftragt, eine konkrete Wohnung fĂŒr ihn zu suchen, muss der Mieter zahlen. Dies ist in der Praxis jedoch selten.

✅ Fazit fĂŒr KĂ€ufer und VerkĂ€ufer

Das Gesetz zur Maklerprovision hat fĂŒr mehr Fairness und Entlastung fĂŒr KĂ€ufer gesorgt.

  • Als VerkĂ€ufer: Achten Sie darauf, einen fairen Provisionssatz zu verhandeln, da Sie nun stets die HĂ€lfte tragen.
  • Als KĂ€ufer: PrĂŒfen Sie den Maklervertrag genau. Ihre Zahlungspflicht tritt erst ein, wenn der VerkĂ€uferanteil nachweislich geregelt ist.
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